Wir sind eine Konversationsgruppe aus Collado Villalba und Umgebung, die sich jeden Freitagmorgen trifft, um Deutsch zu üben.
Hier finden Sie Informationen über die Themen, die wir jede Woche besprechen werden, sowie eine Übersicht des Interessantesten rund um die deutsche Sprache.

Somos un grupo de conversación de Collado Villalba y alrededores, que queda cada viernes por la mañana para practicar alemán.
Aquí encontrarás los temas que tratamos cada semana y una interesante recopilación de todo aquello que atañe al idioma alemán.

Dienstag, 27. Januar 2015

Flausen im Kopf haben


Flausen im Kopf haben
Wenn jemand Dinge tut, die sonst ein Kind macht, und nur Unsinn im Kopf hat, dann sagt man auch: "Er hat Flausen im Kopf." Flausen sind eigentlich kleine Wollstücke, die frei herumfliegen. Im übertragenen Sinn verwendet man das Wort heute für verrückte und unlogische Ideen: „Der Junge hat nur Flausen im Kopf! Er sollte mal besser mehr für die Schule tun.“

Dienstag, 13. Januar 2015

Jemanden übers Ohr hauen



Jemanden übers Ohr hauen
Wenn man jemanden betrügt, jemandem also zum Beispiel mit Absicht falsche Informationen gibt, um Geld zu bekommen, haut man ihn alltagssprachlich übers Ohr: „Der Taxifahrer hat mich total übers Ohr gehauen, ich habe den doppelten Preis bezahlt!“ Dieser Ausdruck kommt vom Fechten, einem Sport, in dem man mit einer langen, sehr dünnen Waffe aus Metall kämpft, und bedeutet eigentlich „jemanden mit der Waffe über dem Ohr verletzen“.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Eine kleben




Eine kleben
Wenn man jemandem eine Ohrfeige gibt, also jemandem auf das Gesicht in der Nähe des Ohrs schlägt, sagt man dazu auch „eine kleben“: „Noch ein Wort und ich kleb’ dir eine!“ Diese Redewendung kommt wahrscheinlich von dem Schlag, mit dem man früher Briefmarken auf den Briefumschlag geklebt hat, sie also darauf getan hat.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Schimpfen wie ein Rohrspatz



Schimpfen wie ein Rohrspatz
Ein Rohrspatz ist ein kleiner Vogel, der sehr laut sein kann und ziemlich unmelodisch und lange singt. Wenn sich ein Mensch besonders viel und laut beschwert, also stark schimpft, dann sagt man, „er schimpft wie ein Rohrspatz“: „Klaus ist eigentlich sehr ruhig, abe

Dienstag, 16. Dezember 2014

Jemandem stinken


Jemandem stinken
Wenn jemandem etwas stinkt, dann stört ihn etwas: „Immer muss ich abwaschen, das stinkt mir! Kann das nicht mal jemand anders machen?“

Montag, 8. Dezember 2014

Sich aus dem Staub machen


Sich aus dem Staub machen
Staub sind die ganz kleinen schmutzigen Teilchen, die durch die Luft fliegen, zum Beispiel wenn man sauber macht. „Sich aus dem Staub machen“ bedeutet schnell weggehen. Die Redewendung kommt wahrscheinlich von dem Staub, der bei einem Kampf durch die Luft fliegt, sodass man weglaufen kann, ohne dass es jemand merkt: „Gerade schaut niemand her. Komm, wir machen uns aus dem Staub!“

Dienstag, 2. Dezember 2014

Eine Macke haben


Eine Macke haben
Eine Macke ist eigentlich ein Fehler oder Defekt. Wenn man über eine Person spricht, kann man auch sagen, dass sie eine Macke hat. Das bedeutet dann, dass sie ein bisschen verrückt ist: „Hast du eine Macke? Du kannst doch nicht einfach aus dem Restaurant gehen, ohne zu bezahlen!“

Dienstag, 25. November 2014

Zwischen Tür und Angel

Zwischen Tür und Angel
Die Angel ist der Bereich an der Tür, wo sie festgemacht ist und sich auf und zu bewegt. Wenn man zwischen Tür und Angel steht, dann ist man weder drinnen noch draußen. Im übertragenen Sinn bedeutet das, dass man nicht viel Zeit hat und nicht ganz da ist: „Wir treffen uns immer nur zwischen Tür und Angel, da kann man nicht über Privates sprechen. Lass uns bald essen gehen, damit wir länger reden können!“

Dienstag, 18. November 2014

Einen Denkzettel verpassen

Einen Denkzettel verpassen
Ein Zettel ist ein kleines Stück Papier, auf dem man sich Dinge aufschreibt, um sie nicht zu vergessen, wie zum Beispiel eine Telefonnummer. Wenn man jemandem eine Strafe geben möchte, verpasst (gibt) man ihm einen Denkzettel, sodass er nicht so schnell vergisst, was er falsch gemacht hat: „Klaus hat mir gestern einen Kunden weggenommen. Ich werde ihm einen Denkzettel verpassen, damit er das in Zukunft nicht mehr tut.“

Dienstag, 11. November 2014

Weich wie ein Babypopo


Weich wie ein Babypopo
Ist etwas besonders weich, dann ist es "weich wie ein Babypopo", zum Beispiel, wenn man sich gerade rasiert oder eine besondere Creme benutzt hat: "Fühl mal, mein Gesicht ist heute weich wie ein Babypopo." Der Babypopo ist der Körperteil eines Babys, auf dem es sitzt.

Dienstag, 4. November 2014

Einen Vogel haben

Einen Vogel haben
Wenn man sagt, dass jemand einen Vogel hat, dann findet man, er ist ein bisschen verrückt und komisch: "Hast du einen Vogel? Du kannst doch nicht ohne Geld in den Urlaub fahren!" Diese Redewendung kommt von dem alten Volksglauben, dass Verrücktsein von Vögeln kommt, die sich im Kopf der Menschen ein Nest bauen, also einen Wohnplatz, den sie für ihre Eier brauchen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Hals- und Beinbruch

Hals- und Beinbruch
"Hals- und Beinbruch für deine Präsentation morgen!" – so wünscht man sich auf Deutsch Glück. Das hört sich komisch an? Hier wird nicht davon gesprochen, sich den Hals oder die Beine zu brechen, also zu verletzen. Dieser Ausdruck kommt aus einer anderen Sprache: Im Jiddischen, also der Sprache der europäischen Juden, bedeutet hatslokhe un brokhe "Glück und Segen". Das wurde von den Deutschen aber falsch verstanden und zu "Hals- und Beinbruch" gemacht.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Grün hinter den Ohren sein

grün hinter den Ohren sein
Dieser Ausdruck bedeutet, dass man noch sehr jung ist und wenig Erfahrung hat. Man benutzt ihn für Personen und vergleicht sie dadurch mit noch nicht reifem Obst, das meistens grün ist: „Der neue Lehrling muss noch eine Menge lernen. Der ist ja noch ganz grün hinter den Ohren!“

Dienstag, 14. Oktober 2014

Treulose Tomate

treulose Tomate
Eine treulose Tomate nennt man im Spaß eine Person, die sich nicht so handelt, wie man es sich wünschen würde: „Du treulose Tomate! Nie bringst du mir etwas aus dem Urlaub mit.“

Dienstag, 7. Oktober 2014

Kein Zuckerschlecken sein


kein Zuckerschlecken sein
Wenn man an einem Stück Zucker schleckt, es also in den Mund nimmt, dann ist das sehr süß und angenehm. Ist etwas sehr schwierig und anstrengend, dann ist es im Gegenteil kein „Zuckerschlecken“: „Meine neue Arbeit in der Fabrik ist wirklich kein Zuckerschlecken. Abends bin ich immer total kaputt, aber wenigstens bezahlen sie gut!“

Donnerstag, 2. Oktober 2014

sich im Grab umdrehen


sich im Grab umdrehen
„Wenn deine Mutter sehen könnte, was du mit ihrem Haus gemacht hast, dann würde sie sich im Grab umdrehen!“ Das Grab ist ein Ort oder Platz – oft in der Erde – wo die Toten liegen. Wenn diese sich umdrehen, sich also bewegen, ist das wie unruhiges Schlafen. Diese Redewendung benutzt man, wenn man über eine gestorbene Person spricht, die mit der aktuellen Situation nicht zufrieden wäre.

Dienstag, 23. September 2014

Süßholz raspeln


Süßholz raspeln
Wenn man „Süßholz raspelt“, dann ist man besonders nett zu jemandem und macht viele Komplimente. Meistens benutzt man diese Redewendung, wenn eine Person zu viele nette Dinge sagt: „Hör auf, Süßholz zu raspeln! Ich bin nur wegen der Arbeit hier.“ Woher kommt diese Wendung? Süßholz ist eine sehr süße Wurzel, die für Süßigkeiten oder Medikamente in kleine Stücke geschnitten (geraspelt) wurde. Damit ging es den Leuten besser, so wie nach einem Kompliment.

Dienstag, 9. September 2014

Grüner wird's nicht!


Grüner wird's nicht!
Das ruft man im Spaß, wenn jemand bei einer grünen Ampel nicht sofort losfährt. „Nun fahr schon, grüner wird’s nicht!“

Dienstag, 2. September 2014

Die Zeit totschlagen

die Zeit totschlagen
Wenn einem sehr langweilig ist und man nichts zu tun hat, geht die Zeit sehr langsam vorbei. Dann sagt man auch, man muss die Zeit totschlagen: „Mein Flugzeug hatte drei Stunden Verspätung, also musste ich die Zeit in der Flughafen-Bar totschlagen.“

Dienstag, 26. August 2014

Wissen, wo der Hammer hängt


wissen, wo der Hammer hängt
Der Hammer ist ein Werkzeug, das man benutzt, um Nägel in die Wand zu hauen. Wenn man „weiß, wo der Hammer hängt“, dann kennt man sich besonders gut mit etwas aus und weiß sofort, was man tun muss. Schließlich muss man ja den Hammer nicht erst suchen: „Die Jungs wissen, wo der Hammer hängt. In nur fünf Minuten haben sie das Problem gelöst.“