Wir sind eine Konversationsgruppe aus Collado Villalba und Umgebung, die sich jeden Freitagmorgen trifft, um Deutsch zu üben.
Hier finden Sie Informationen über die Themen, die wir jede Woche besprechen werden, sowie eine Übersicht des Interessantesten rund um die deutsche Sprache.

Somos un grupo de conversación de Collado Villalba y alrededores, que queda cada viernes por la mañana para practicar alemán.
Aquí encontrarás los temas que tratamos cada semana y una interesante recopilación de todo aquello que atañe al idioma alemán.
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Mittwoch, 9. April 2014

Fast jeder Dritte hält sich für zu dick

Zu viel Speck auf den Hüften: 28 Prozent der Männer in Deutschland fühlen sich zu dick - Statistiken zufolge sind aber 67 Prozent von ihnen übergewichtig.


Rund 30 Prozent der Deutschen finden sich zu dick - tatsächlich aber sind viele mehr übergewichtig. Besonders groß ist das Missverhältnis von Selbstwahrnehmung und Wirklichkeit bei den Männern.

Bei der eigenen Figur klaffen Wirklichkeit und Selbstbild oft weit auseinander: Wie eine Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ ergab, halten sich fast 30 Prozent der über 14-jährigen Deutschen für zu dick. Die Zahlen der tatsächlich Übergewichtigen liegen allerdings höher. Nach Auskunft des Robert Koch-Instituts in Berlin (RKI) bringen 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen ab 18 Jahren zu viele Pfunde auf die Waage.

Besonders krass ist das Missverhältnis bei den Männern: 27,9 Prozent von ihnen fühlten sich in der Umfrage zu korpulent. Die Frauen zeigten sich kritischer, was ihren Körper angeht: 38,3 Prozent klagten über zu viele Pfunde an Hüfte, Bauch oder Oberschenkeln.


Die Hälfte der Deutschen findet sich unauffällig

3,4 Prozent der Teilnehmer bezeichneten sich in der Befragung als stark übergewichtig. Die Gesundheitsexperten des RKI zeichnen ein anderes Bild: Ihrer Ansicht nach gelten 23 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen als stark übergewichtig und damit als adipös.

Zumindest laut Umfrage fühlt sich die Mehrheit der Deutschen wohl in ihrer Haut: Fast zwei Drittel der Befragten finden sich weder zu dick noch zu dünn. Gut 40 Prozent glauben zudem, sie sähen gut aus. Nur 2 Prozent halten sich für sehr attraktiv. Fast jeder Zweite beurteilt sein Aussehen als eher unauffällig und durchschnittlich. Für die Umfrage hatte das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK knapp 2000 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt.

http://www.focus.de/gesundheit/diverses/gesundheit-fast-jeder-dritte-haelt-sich-fuer-zu-dick_id_3752922.html?fbc=FACEBOOK-FOCUS-Online-Gesundheit&utm_campaign=FACEBOOK-FOCUS-Online-Gesundheit&ts=201404082305

Mittwoch, 19. März 2014

Wie viel Erziehung brauchen unsere Kinder?

Eltern wollen das Beste für ihr Kind, und in der Erziehung wollen sie alles richtig machen. Wahrscheinlich ein Grund, warum Erziehungsratgeber immer wieder die Bestsellerlisten anführen und in der Öffentlichkeit heiß diskutiert werden. Zuletzt sorgte die "Tigermutter" mit ihren strengen Erziehungsmaßnahmen nach chinesischem Vorbild für Furore. Doch den goldenen Weg gibt es nicht, dafür aber viele verschiedene Erziehungskonzepte, was viele Eltern verunsichert. Wie viel Erziehung müssen Eltern leisten und wie viel die Schule?

Wie wird in Deutschland erzogen?

Mit 150 Euro sollen Eltern unterstützt werden,die ihre Kleinkinder zuhause erziehen statt sie in die Krippe oder in die Kindertagesstätte zu schicken. Die schwarz-gelbe Koalition will damit die Erziehung daheim in der Familie unterstützen und erntet damit erzürnte Proteste. Vor allem die bildungsferne Unterschicht würde das Geld nicht zum Wohl ihrer Kinder nutzen,so der Vorwurf. Eine Reportage über den Erziehungsalltag und -ideale in deutschen Familien.

Freitag, 31. Januar 2014

Das Konzept der Europäische Union


Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse fasst es in einem Interview zusammen: 

„Europa ist ein Angebot an die Menschen, Unterschiede und Vielfalt als Reichtum anzuerkennen und als Vermehrung von Lebenschancen zu erleben, auf der Basis von Gemeinsamkeiten, auf die sich wirklich alle vernünftigerweise einigen können: Anerkennung der Menschenrechte, Demokratie, Rechtszustand, Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit.“

http://www.a-tempo.de/article.php?i=201401&c=2

Dienstag, 14. Januar 2014

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Die Farbe Rot steht für die Frau, Blau symbolisiert den Mann.

Männer denken im Durchschnitt 19 Mal am Tag an Sex, Frauen heften gerne Fotos an virtuelle Bilderwände. Ungewöhnliche statistische Daten und Fakten über Männer und Frauen - in Grafiken.

Frauen telefonieren den ganzen Tag und Männer brauchen kein Navigationsgerät? Von wegen! Laut Statistischem Bundesamt liegt der Anteil der Männer, die ein Mobiltelefon besitzen, leicht über dem der Frauen mit Handy. Ähnlich sieht es mit dem Navigationsgerät aus: Fast doppelt so viele Männer wie Frauen besitzen eins. Vergleichbare Werte zeigt die Grafik beim Anteil aller Männer respektive Frauen, die ein Fahrrad besitzen.

Redakteur Matthias Stolz und Grafikdesigner Ole Häntzschel haben Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Frauen und Männern in 72 Grafiken dargestellt. Die Farbe Rot steht für die Frau, Blau symbolisiert den Mann. Die Daten haben die Autoren verschiedenen Studien und Büchern entnommen und selbst recherchiert.

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Ein beliebter Vorwurf an Frauen: Nie könnt ihr euch entscheiden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie schon bei Haarfärbemitteln zwischen Hunderten Nuancen wählen müssen. Männern steht im Vergleich nur ein Zehntel an unterschiedlichen Haarfarben zur Verfügung.

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Was sich neckt, das liebt sich? Oder so ähnlich. Die beliebtesten Schimpfwörter für beide Geschlechter. Während Frauen eher als "Kuh", "Blindschleiche" oder "Schnepfe" bezeichnet werden, werden Männer häufig als "Schwein" und "Bürohengst" bezeichnet.

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Geschlossene Räume können genauso beängstigend wie Schlangen sein. Das finden zumindest 2,4 Prozent der Männer, wie der schwedische Autor Mats Fredrikson herausfand. Vor Dunkelheit fürchtet sich nach eigenen Angaben keiner der befragten Herren. Wahrscheinlich ist in diesem Fall die Angst vor Spott größer als die vor dem schwarzen Nichts.

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Wenn Partner sich gegenseitig nach dem Leben trachten, sind sie in den meisten Fällen nicht besonders kreativ. Männer wie Frauen töten in den USA am häufigsten mit Handfeuerwaffen, spitzen Gegenständen und Gewehren. Zu diesem Ergebnis kamen drei US-Professoren für Psychologie.

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Im beliebten Netzwerk Facebook sind Männer wie Frauen gleich aktiv, nämlich jeweils etwa die Hälfte der Befragten. Große Unterschiede gibt es in anderen sozialen Netzwerken wie Google Plus und Pinterest: Drei Viertel der befragten Frauen heften lieber Fotos an virtuelle Bilderwände, anstatt sich - wie die Männer es gerne tun - durch Google Plus zu klicken.

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Frauen aller Altersklassen stehen laut dieser Befragung auf ältere Männer vom Typ George Clooney. Männer hingegen scheinen jüngere Frauen vom Typ Megan Fox zu bevorzugen.

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Männer denken 19 Mal am Tag an Sex. Das fanden Wissenschaftler an der Ohio State University at Mansfield heraus. Bei Frauen ist das etwas anders.

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Erkenntnisse aus der Wortschatzdatenbank der Universität Leipzig: Männer werden in den Medien oft in Zusammenhang mit einem Beruf erwähnt. Frauen auf der anderen Seite am häufigsten in einer Rollenfunktion: Ehefrau.

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Alle Frauen nörgeln über ihr Gewicht? Nicht ganz. Laut Robert-Koch-Institut ist knapp die Hälfte der weiblichen Befragten zufrieden mit den Kilos, die sie auf die Waage bringt. Einer Hälfte der männlichen Befragten geht es ähnlich. Die andere meckert: Ein Viertel davon hält sich für zu dünn, das andere Viertel für zu dick.

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Gesundheit, Liebe, Schicksal, Heimat, Kochen, Backen und Diät: Offenbar klassische Frauenthemen, stellte die Stiftung Lesen fest. Männer läsen eher Bücher zu ernsten Angelegenheiten wie Geld, Recht, Steuern. Aber: Mehr als die Hälfte aller Männer greift auch gerne auf erotische Literatur zurück.

(Die Größe des Kreises zeigt an, wie viele der Befragten sich insgesamt für die Genres interessieren.)

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Ein Glas Wein pro Tag soll ja gesund sein. Wenn das stimmt, darf der Durchschnitt der Befragten noch mal nachschenken: Wie das Max-Rubner-Institut herausfand, ist bei Frauen das Weinglas eher halb leer, bei Männern mehr als halb voll.

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Scheibenwischer, Solarhaus, Frequenzsprungverfahren: Solche Entdeckungen können nur von Männern kommen? Irrtum - für diese Erfindungen sind Frauen verantwortlich. Zu den Entdeckungen der Männer zählen unter anderem Dinge wie Papier, Pendeluhr und Telefon.

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"XX XY Männer und Frauen: Grafiken erklären den Unterschied" von Matthias Stolz und Ole Häntzschel, erschienen im Knaur Verlag. 1. November 2013; 18 Euro

Quelle: Süddeutsche.de

Dienstag, 3. Dezember 2013

Konsum und Weihnachten 13.12.2013

Am nächsten Freitag 06. Dez. wird unser Treffen nicht stattfinden, da die Bibliothek geschlossen ist.

Am 13. Dez. sprechen wir nochmal zum Thema Konsum und zwar Konsum in Zusammenhang mit Weihnachten.

Lass es euch gut gehen und bis dahin.

David


Noch eine nützliche Redewendung:
Etwas macht Schule
Wenn etwas Schule macht, dann heißt das, dass es nachgemacht, also imitiert wird. Im positiven Kontext oder auch im negativen: „Ich finde, der Direktor sollte darauf achten, wieder pünktlicher zu kommen. Wenn das so weitergeht, macht das noch Schule, und jeder kommt, wann er will.“

Sonntag, 10. November 2013

Bis zu ein Jahr Haft für Sex im Freien

Immer wieder wird die Polizei gerufen, wenn Pärchen in der Öffentlichkeit Sex haben. Denn das ist kein Kavaliersdelikt. Unter Umständen droht sogar Gefängnis. 

Manche Paare mögen das Risiko erwischt zu werden und haben deshalb Sex im Freien. Doch damit können sie sich saftige Geldbußen oder sogar eine Freiheitsstrafe einhandeln.


Die heißesten Tage des Jahres treiben die Menschen nach draußen: Baden gehen, Fahrrad fahren oder Inlineskaten gehören zu den beliebtesten Freiluft-Aktivitäten. Manche wollen jedoch auch ihre Bettgewohnheiten ins Freie verlagern - zum Unmut der Passanten. Wenn sich ein Paar im Freien sexuell vergnügt, fühlen sich ungewollte Zeugen oft beschämt und rufen die Polizei.


Das "sittliche Empfinden der Leute" nicht überschreiten


Doch wo beginnt die Ordnungswidrigkeit überhaupt? Sven Müller von der Münchner Polizei kann das nicht genau definieren: "Das Gesetz betrifft sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit. Wo diese genau beginnen ist nicht ganz klar. Aber es geht vor allem darum, das sittliche Empfinden der Leute nicht zu stören." Ein normaler Kuss gehöre sicherlich nicht dazu. Wenn dieser 20 Minuten dauere, sehe die Sache wieder anders aus. Es liegt auch im Ermessen der Beamten ob die Handlung zur Anzeige gebracht wird, oder nicht.

Bei den meisten Fällen handelt es sich um normale Ordnungswidrigkeiten. Doch wenn die Handlung mit dem Vorsatz geschieht, beobachtet zu werden, besteht eine sogenannte "Erregung öffentlichen Ärgernisses". "Den meisten Pärchen gefällt einfach das Risiko erwischt zu werden, dann besteht eine einfache Ordnungswidrigkeit. Wenn der Geschlechtsverkehr allerdings vor anderen Personen vollzogen wird, ist das eine Straftat", erklärt Robert Göppel von der Augsburger Polizei. Besonders geahndet würden sexuelle Handlungen vor Kindern: "Bei Vorsatz besteht der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern".

Müller zufolge sollten Zeugen von öffentlichen sexuellen Handlungen die Polizei rufen. Die Beamten kämen dann an den Ort des Geschehens, um die Personalien des Paars aufzunehmen. "Die Leute werden dann über den Tatverdacht belehrt und die Anzeige verfasst", sagt Müller. Das Prozedere unterscheide sich also nicht von anderen kleineren Straftaten.



Meist werden Geldstrafen verhängt


Die Strafe für "Erregung öffentlichen Ärgernisses" hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wieviele Leute haben die Aktion beobachtet? Waren Kinder dabei? Wie weit gingen die Handlungen? Selbst der Ort kann eine Rolle spielen, wie bei einem Fall in Rennertshofen im Januar 2010. Ein Polizist und seine Freundin hatten während eines Gottesdienstes Sex in der Kirche. "Das Gericht entscheidet, ob und wie schwer die äußeren Umstände wiegen", erklärt Müller. Entsprechend fällt dann auch das Strafmaß aus.

Konkret droht für Sex in der Öffentlichkeit bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe - wie in den meisten Fällen. Laut Müller wird die Münchner Polizei aber nicht allzu oft zu derartigen "Verkehrs-Verstößen" gerufen. Nur im September steige die Zahl der Fälle innerhalb zwei Wochen drastisch an: Dann ist Wiesn.

Dienstag, 3. September 2013

Kognitive Leistungsfähigkeit: Lauf dich schlau

Laufen für Körper und Geist: Gehirnjogging mal anders
Sport fördert die geistige Leistungsfähigkeit - immer mehr Studien zeigen, welche Spuren körperliche Aktivität im Hirn hinterlassen. Wer tiefgreifende Effekte erzeugen will, sollte regelmäßig trainieren. Das kann das Denkorgan sogar vergrößern.

Gehirnjogging mal anders: Sportkleidung an, raus, eine halbe Stunde Laufen gehen - etwas schlauer zurückkommen. Vielleicht fördert das unsere geistige Leistungsfähigkeit sogar mehr als ein Haufen Sudoku- oder Kreuzworträtsel. Denn dank zahlreicher Studien in den vergangenen Jahren wissen Forscher inzwischen: Wer Sport treibt, trainiert nicht nur seinen Körper, sondern auch sein Gehirn.
Eine dieser Studien kommt jüngst aus Bochum. Das Team um den Neurologen Tobias Schmidt-Wilcke vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil legte 26 Leistungssportler und 12 bekennende Nichtsportler in den Kernspintomografen (MRT). Die Aufnahmen ihrer Gehirne zeigten: Die Sportler hatten in bestimmten Bereichen, vor allem im sogenannten supplementären motorischen Areal (SMA), deutlich mehr Hirnsubstanz als die Nichtsportler.
Was aber haben die Betroffenen davon? Zwar ist das SMA unter anderem für das Erlernen von Bewegungsabfolgen zuständig. Dennoch gehen die Forscher davon aus, dass sich das Mehr an Hirnsubstanz ganz allgemein positiv auf die Leistungsfähigkeit der Sportler auswirkt. Schließlich kommt der SMA neben dem Einstudieren von Bewegungen auch bei etlichen anderen Vorgängen im Gehirn zum Einsatz.

Positive Wirkung auf verschiedenen Ebenen

Wie sehr Sport die Leistungsfähigkeit des Gehirns fördert, lässt sich nicht nur an seiner Größenzunahme ablesen. Kanadische Forscher vom Montreal Heart Institute etwa ließen unsportliche Erwachsene zweimal wöchentlich ein intensives Intervalltraining machen. Nach vier Monaten hatte sich nicht nur ihre Kondition deutlich verbessert - sie erzielten auch in Tests ihrer geistigen Leistungsfähigkeit deutlich bessere Ergebnisse.

Sport und Bewegung: So halten Sie Ihren Körper gesund und fit

Einen Teil dieser gestiegenen Leistung können Wissenschaftler durch die kurzfristige Wirkung von Sport erklären: Das Gehirn wird nachweislich besser mit Sauerstoff versorgt. "Schon beim Spazierengehen kann die Durchblutung des Gehirns um etwa 20 Prozent gesteigert werden, bei mittlerer Belastung um bis zu 30 Prozent. Durch den erhöhten Blutfluss werden neben dem Sauerstoff auch biochemische Substanzen besser transportiert", sagt der Sportwissenschaftler Karsten Werner von der Deutschen Sporthochschule in Köln.
Wirklich tiefgreifende Effekte, die sogar die Hirnstruktur verändern, treten aber vor allem bei regelmäßigem Sport über einen längeren Zeitraum auf: "Körperliche Aktivität begünstigt die Bildung neuer Synapsen und Umbaumechanismen und auch die Festigung bestehender Hirnverbindungen", sagt Werner.
Das beschränkt sich offenbar nicht nur auf die für die sportliche Bewegung spezifischen Hirnstrukturen. Die Bochumer Studie etwa zeigte: Bei denjenigen Leistungssportlern, die Ausdauersportarten ausübten, wurde nicht nur der SMA größer, sondern auch der Hippocampus - ein Teil des Gehirns, der unter anderem auch eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen spielt.

Aktivität, Erfahrung, Wachstum

Was genau am Sport die Umbauprozesse im Gehirn in Gang setzt, darüber wird noch spekuliert. Eine naheliegende Vermutung ist, dass die sowohl die höhere Durchblutung als auch die Ausschüttung von chemischen Botenstoffen das Gehirn leistungsfähiger macht. "Wahrscheinlich spielt die körperliche Anstrengung eine zentrale Rolle", sagt Stefan Schneider, ebenfalls Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule in Köln. "Es könnte aber auch etwas anderes sein, das den Sport auch kennzeichnet: 'Die Bewegung und die damit verbundene Erfahrung.'"
Darauf deutet auch eine im Mai im Fachmagazin "Science" veröffentlichte Studie hin, bei der ein Team um die Biologin Julia Freund der TU Dresden mit Sendern ausgestattete Mäuse im Labor beobachtete. Bei jenen Tieren, die sich über die Zeit besonders aktiv in ihrem Territorium bewegten (ohne dass sie sich dabei übermäßig anstrengten), war das Gehirn im Laufe der Jahre besser erhalten geblieben als bei den weniger aktiven Mäusen.

Dass schon Bewegung allein - ohne große körperliche Verausgabung - das Gehirn trainiert, hält Schneider auch entwicklungsbiologisch für einleuchtend: "Schon beim Aufwachsen ist Bewegung ein fundamentales Prinzip für die Entwicklung des Gehirns." Warum sollte das im Erwachsenenalter anders sein? Was auch immer der Grund ist, fest steht: Sport fördert nicht nur unsere körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch unsere geistige. Lauf dich schlauer - es funktioniert.

Freitag, 30. August 2013

Schöne neue Technikwelt


Computer, Mobiltelefon oder MP3-Player spielen für viele Menschen eine wichtige Rolle. Doch moderne Technik kann auch zu neuen Beschwerden führen.

MP3-Taubheit
Musik über Kopfhörer auf einem MP3-Player zu hören, ist beliebt. Oft ist die Musik dabei zu laut, sodass es zu dauerhaften Schäden an den Hörzellen kommen kann. Bei Hörproblemen , etwa beim Telefonieren oder bei Ohrgeräuschen, sollte man das Gehör beim HNO-Arzt prüfen lassen. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören rät davon ab, ständig mit Kopfhören unterwegs zu sein. Auch die Ohren brauchen Pausen. Wenn, dann sollte die Musik möglichst leise eingestellt werden. Sind Außengeräusche noch hörbar, stimmt die Lautstärke.

Mausarm
Mediziner sprechen vom RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury, etwa "Verletzung durch wiederholte Überbeanspruchung"). Typische Signale sind Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schmerzen im Handgelenk, im Arm oder in der Schulter. Unzählige Klicks mit der Maus beanspruchen Zeigefinger und Handgelenk so sehr, dass es zum Mausarm kommt. Auch eine monotone und falsche Körperhaltung tragen dazu bei. Wer viel am PC sitzt, sollte regelmäßig Pausen einlegen und eine eronomische Tastatur und Maus verwenden. Tipp: Statt mit Maus einfach öfter mit Tastenkombinationen arbeiten. Bei anhaltenden Beschwerden sollte der Hausartz um Rat gefragt werden.

Gereizte Schleimhäute
Klimaanlagen sollen im Auto oder im Büro für angenehme Temperaturen sorgen. Doch viele Menschen vertragen das künstliche Klima nicht und klagen über trockene, gereizte Schleimhäute. Zudem gedeihen Mikroorganismen, Keime und Schimelpilze in den Geräten. Wenn sie nicht regelmäßig gewartet werden, drohen Infektionen. In klimatisierten Räumen sollte man Luftbefeuchter aufstellen und viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Auch Zimmerpflanzen verbessern die Raumluft.

Trockene Augen
Vor dem Computerbildschirm blinzeln Menschen seltener. Dann wird weniger von der schützenden Tränenflüssigkeit über das Auge verteilt, es trocknet aus besonders bei trockener Raumluft und schlechter Beleuchtung. Man sieht nur noch verschwommen, ist müde und hat gerötete Augen. Man sollte immer mal wieder den Blick vom Bildschirm abwenden und in die Ferne schauen. Nützt das nichts, können Augentropfen aus der Apotheke helfen. Vorbeugend wirken Pausen im Freien.

SMS-Daumen
Intensives Verschicken von Text-mitteilungen per Handy belastet den Daumen stark. Hinter dem sogenannten SMS-Daumen verbirgt sich eine schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung. Bei beginnenden Problemen empfiehlt sich eine SMS-Pause, bei Schmerzen helfen Salbenverbände mit entzündungshemmenden Wirkstoffen.

Sonntag, 14. Juli 2013

Prokrastination - Wenn das Aufschieben zur Krankheit wird



Die Hausarbeit auf den letzten Drücker schreiben und die Steuererklärung Wochen zu spät einreichen. Ein bisschen Aufschieben ist normal. Für manche Menschen nimmt das Prokrastinieren aber existenzbedrohende Züge an.

Prokrastination: So bekämpfen Sie Ihre Aufschieberitis


Die E-Mail kann später beantwortet, der Kunde noch nächste Woche informiert und die Bewerbung kurz vor Abgabefrist geschrieben werden. Viele Menschen schieben Aufgaben gerne vor sich her. Dabei erzeugt das Aufschieben nur unnötigen Druck - und schadet im schlimmsten Fall der Gesundheit.



Seit Monaten steht der Termin fest: Freitag 9 Uhr ist das Meeting für die große Kundenpräsentation. Doch noch immer sind die Folien leer - und nur noch zwei Tage Zeit. Ungeliebte Dinge immer wieder aufzuschieben, ist vor allem eines: menschlich.

Solange man die Aufgaben am Ende vernünftig erledigt, ist das Aufschieben meistens kein Problem. Doch das kann schnell kippen: Türmen sich die Aufgaben zu sehr, kann es Auswirkungen auf andere haben, die ebenfalls an den Projekten beteiligt sind. Und im schlimmsten Fall leidet der Aufschieber selbst darunter. "Neue Studien gehen davon aus, dass fast jeder zweite Deutsche zum Aufschieben neigt", sagt Susanne Watzke-Otte. Ist die Aufschieberitis krankhaft ausgeprägt, sprechen Psychologen von Prokrastination. Besonders Studenten leiden darunter - an manchen Universitäten gibt es deshalb bereits Prokrastinations-Ambulanzen.

Für die Personaltrainerin aus Paderborn hat insbesondere das Internet einen Einfluss auf das Aufschiebeverhalten der Menschen: Das Medium biete scheinbar sinnvolle Ablenkung rund um die Uhr, sagt Watzke-Otte. Gleichwohl spielen ihr zufolge auch Gene eine Rolle. In prähistorischen Zeiten sei es überlebensnotwendig gewesen, alle Kraft auf den Moment zu richten und nicht allzu weit in die Zukunft zu planen.

Hohe Ansprüche und geringes Selbstvertrauen

Doch wer ständig bis zur letzten Sekunde damit wartet, die Aufgaben zu erledigen, spielt mit seiner Gesundheit: Studien haben gezeigt, dass Prokrastinierer häufiger an Erkältungen, Grippe, Magenproblemen und Schlafstörungen leiden sowie einen erhöhten Alkoholkonsum haben. Viele Betroffene fühlen zwar, dass die Verzögerungstaktik am Ende mehr Stress mit sich bringt. Dennoch mangelt es den meisten an Einsicht.

"Dann helfen auch alle Tipps nicht", sagt Watzke-Otte. Grundsätzlich seien alle Aufschieber optimistisch, was die Zeit betrifft, die ihnen zur Verfügung steht. Das Problem: "Hinzu kommen relativ hohe Ansprüche bei gleichzeitig geringem Vertrauen in das eigene Wissen und Können", sagt Watzke-Otte. "Das ist eine oft lähmende Kombination."

Ihrer Meinung nach packt man das Übel am besten an der Wurzel, indem man sich zuerst fragt, warum man die Arbeit aufschiebt. Kennt man den Grund, lässt sich dieser besser beseitigen. "Ist jemand zum Beispiel der Meinung, etwas sowieso nicht zu schaffen", sagt Watzke-Otte, "kann er sich fragen: 'Was ist zu tun, damit ich es schaffe?'"

Gegen die Aufschieberitis empfiehlt die Trainerin eine Drei-Minuten-Regel: Aufgaben, die nur wenig Zeit und Energie kosten, sollten schnell erledigt und nicht lange aufgeschoben werden. Vielen helfe es, sich die anstehenden Dinge aufzuschreiben. Das fühle sich verbindlicher an, als wenn die To Dos nur im Kopf umherschwirren.

Schwierig wird es, wenn Betroffene vor großen Projekten in Panik geraten oder gar Resignation empfinden. Auch das kann ein ständiges Aufschieben zur Folge haben. In diesen Fällen sei es hilfreich, so Watzke-Otte, die anscheinend unübersichtliche Aufgabe in kleine, konkret formulierte und terminierte Arbeitsschritte zu zerlegen, um die Hemmschwelle herabzusetzen.

Lifestyle-Aufschieber: "Ich brauche halt den Druck!"

Andere wiederum glauben, nur dann gute Arbeit abzuliefern, wenn sie das Projekt quasi in der letzten Minute erledigen und sich genügend Druck aufgebaut haben. Diese so genannten Lifestyle-Aufschieber stellen laut Watzke-Otte rund 15 Prozent der Aufschieber dar. "Sie lieben den Adrenalin-Kick, der durch das Hinauszögern entsteht."

Machten diese Menschen erst einmal die Erfahrung, dass es auch so klappt, glaubten sie irgendwann, dass sie nicht trotz des Aufschiebens erfolgreich waren, sondern wegen dieses Lasters. Ihr Argument lautet dann: "Ich brauche halt den Druck!" Gerade diese Gruppe sei trotz der drohenden Stressbelastung besonders beratungsresistent, sagt Watzke-Otte.


Allen, die gegen ihre Aufschieberitis vorgehen wollen, legt die Expertin nahe: Auf keinen Fall darauf warten, dass sich von selbst die Lust einstellt, eine Aufgabe anzugehen. Sie empfiehlt, Startsignale zu entwickeln. Zum Beispiel: Erst einen Kaffee kochen und die Unterlagen kurz ordnen - und los geht's. Und um die Motivation zu erhalten, könne man sich nach jedem Arbeitsschritt etwas gönnen, das Spaß macht. Vor allem aber sollte man sich selbst loben und über seine Fortschritte freuen können.

Montag, 8. Juli 2013

Zeig mir Deine Welt

(Click en el siguiente enlace para ver los videos/ Auf dem folgenden Link klicken, um die Videos anzuschauen)
http://www.daserste.de/specials/zeig-mir-deine-welt-100.htm#sprungmarke3

Lebensfreude in vier Teilen
"Zeig mir Deine Welt" ist kein Magazin, keine Dokumentation, keine Reportage und keine Interviewreihe. Der Unterhaltungsmoderator Kai Pflaume ist einfach bei jungen Leuten zwischen Anfang 20 bis Mitte 30 zu Besuch, spricht mit ihnen und die Kamera schaut den Protagonisten dabei über die Schulter. Die Fernsehzuschauer sind zu Gast in einer realen Welt, die Welt von Menschen mit Down-Syndrom. Und es ist beileibe keine traurige Welt, sondern eine voller Lebensfreude.
In der ersten Folge von "Zeig mir Deine Welt" im Anschluss an den deutsch-österreichischen Fernsehfilm "So wie Du bist" (MDR/ORF) begegnet Kai Pflaume dem 35-jährigen Sebastian Urbanski, der an der Seite von Juliana Götze im Film die Hauptrolle spielt. Kai Pflaume besucht den Schauspieler in seiner Künstler-WG in Berlin-Friedrichshain. Auch Ottavio Tavormina (28) aus Köln, der bei seiner Oma wohnt, die ihn als zwölftes Kind zu sich genommen hat, bekommt Besuch vom Fernsehteam. Der Halbitaliener schwärmt für seine Friseuse, kennt aber nicht einmal ihren Namen. Das ändert sich, als Kai Pflaume mit ihm den Frisiersalon aufsucht.
Ronja Nobbe, Ottavio Tavormina, Kai Pflaume, Tom Auweiler, Verena Glatter, Sebastian Urbanski und Anna Ring (Bild: ARD/ Frank Wartenberg)
V. l. n. r.: Ronja Nobbe, Ottavio Tavormina, Kai Pflaume, Tom Auweiler, Verena Glatter, Sebastian Urbanski und Anna Ring.
Auch Ronja Nobbe aus Bergkamen und Verena Glatter aus Grevenbroich (beide 22) leben mit dem Down-Syndrom. Beide trifft Kai Pflaume an ihren Arbeitsplätzen. Für Verena ist die Tätigkeit an der Heißmangel einer Wäscherei ein Traumjob und sie fragt Pflaume direkt, wie er seinen Job beim Fernsehen so findet. Ronja erzählt von ihrer Arbeit in der Kantine der Stadtwerke Lünen, dass sie einen Tauchschein hat, Pferde liebt und am allerliebsten lacht.
In den weiteren drei Folgen der Reihe zeigen auch Tom Auweiler (24) aus Bergisch-Gladbach und Anna Ring (28) aus Leichlingen ihre Welt. Der James-Bond-Fan Tom nimmt den Fernsehmoderator mit ins Fitnessstudio und in das Café, in dem er als Kellner jobbt. Mit Anna, die in einer Kindertagesstätte arbeitet und in Leichlingen eine eigene Wohnung hat, geht Kai Pflaume reiten.
Kai Pflaume und Ottavio Tavormina (Bild: ARD/ Frank Wartenberg)
Kai Pflaume und Ottavio Tavormina
Doch das Pferd will nicht so, wie er will. Auch beim Wiedersehen mit den anderen vier Protagonisten wird Kai Pflaume gefordert, ob beim Umzug in Verenas neues Heim, bei der Achterbahnfahrt mit Ronja oder dem Basketballmatch mit Ottavio. Durch Sebastian kommt Pflaume Backstage ins Ramba-Zamba-Theater in Berlin, wo der 35-Jährige für das Stück "Jahreszeiten" auf der Bühne steht.http://www.daserste.de/specials/zeig-mir-deine-welt-100.htm#sprungmarke3

Mittwoch, 3. Juli 2013

So isst Deutschland / Flughafen Berlin S-Bahn ohne Passagiere


So isst Deutschland


105 Minuten – so viel Zeit verbringen die Deutschen pro Tag mit Essen und Trinken, sagt eine Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Damit liegt Deutschland im Mittelfeld. Auf Platz eins liegt die Türkei (162 Minuten), dann kommen Frankreich (135 Minuten) und Neuseeland (130 Minuten). Ganz wenig Zeit für das Essen haben die Mexikaner (66 Minuten). Oft kommt Fleisch auf den Tisch. Davon essen die Deutschen viel zu viel, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: In seinem Leben isst ein Deutscher 1094 Tiere. Die meisten davon sind Hühner (945). Männer essen mehr Fleisch als Frauen. Den höchsten Fleischkonsum haben Männer in Thüringen (mehr als 70 Gramm pro Tag) und Frauen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (über 35 Gramm pro Tag). Circa 1,5 bis sechs Millionen Deutsche sind Vegetarier. Sie haben keine Probleme gehabt, als es 2005 mehrere Skandale um Gammelfleisch gegeben hat. Damals hat man Tausende Tonnen Fleisch gefunden, das schlecht war. Das Wort „Gammelfleisch“ selbst ist so populär geworden: Es war auf Platz fünf der Wörter des Jahres der Gesellschaft für deutsche Sprache.



Flughafen Berlin
S-Bahn ohne Passagiere

Jeden Tag fährt eine S-Bahn durch einen Tunnel zum neuen Flughafenbahnhof BerlinBrandenburg. Aber in dem Zug sitzen keine Passagiere. Am Bahnhof steigt auch niemand ein. Eigentlich sollte das seit Ende Oktober 2011 eine wichtige S-Bahn-Linie sein. Das war der Termin, an dem das erste Flugzeug von dem neuen Flughafen starten sollte. Aber es hat Probleme gegeben – und bis heute ist nicht sicher, wann der Flughafen eröffnet wird. Aber die Züge müssen trotzdem fahren – damit frische Luft in den Tunnel kommt. Die Bahn muss auch die Weichen bewegen und Signale stellen. Sonst funktioniert bald nichts mehr. Das ist natürlich teuer: Ungefähr zwei Millionen Euro kosten die Fahrten pro Monat. Die Rechnung will die Bahn später dem Flughafen präsentieren.

Mittwoch, 8. Mai 2013

10 Strategien die Gesellschaft zu manipulieren


Bei diesem Artikel handelt es sich um die Übersetzung von „10 Strategien der Manipulation“, die auf einer Ausarbeitung des Linguisten Noam Chomsky beruhen. Die Punkte beschreiben, wie das "System", also die Regierung, die Medien und Lobbyisten die Bevölkerung gezielt manipulieren und steuern, um die eigenen Ziele zu verfolgen und somit umsetzen.

1 – Kehre die Aufmerksamkeit um
Das Schlüsselelement zur Kontrolle der Gesellschaft ist es die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Ereignisse umzulenken, damit man von wichtigen Informationen über tatsächliche Änderungen durch die politischen und wirtschaftlichen Führungsorgane auf unwesentliche Nachrichten ablenkt, der Technik des stetigen Präsent-Sein. Jene Strategie ist der Grundstein, der das Basisinteresse aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Psychologie, Neurobiologie und Cybernetik verhindert. Somit kehrt die öffentliche Meinung den wirklichen gesellschaftlichen Problemen den Rücken zu, berieselt und abgelenkt durch unwichtige Angelegenheiten. Schaffe es, dass die Gesellschaft beschäftigt ist, beschäftige sie, beschäftige sie so, damit sie keine Zeit hat über etwas nachzudenken, entsprechend auf dem Level eines Tieres.

2 – Erzeuge Probleme und liefere die Lösung
Diese Methode wird die „Problem-Reaktion-Lösung“ genannt. Es wird ein Problem bzw. eine Situation geschaffen, um eine Reaktion bei den Empfängern auszulösen, die danach eine präventive Vorgehensweise erwarten. Verbreite Gewalt oder zettle blutige Angriffe an, damit die Gesellschaft eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert. Oder kreiere eine Wirtschaftskrise um eine radikale Beschneidung der Grundrechte und die Demontierung der Sozialdienstleistungen rechtzufertigen.

3 – Stufe Änderungen ab
Verschiebe die Grenzen von Änderungen stufenweise, Schritt für Schritt, Jahr für Jahr. Auf diese Weise setzte man in den Jahren 1980 und 1990 die neuen radikalen sozio-ökonomischen Vorraussetzungen durch (Neoliberalismus): Minimum an Zeugnissen, Privatisierung, Unsicherheit, was der Morgen bringt, Elastizität, Massenarbeitslosigkeit, Höhe der Einkünfte, das Fehlen der Garantie auf gerechte Lohnänderungen.

4 – Aufschub von Änderungen
Die folgende Möglichkeit auf Akzeptanz einer von der Gesellschaft ungewollten Änderung ist es, sie als „schmerzhaftes Muss“ vorzustellen, damit die Gesellschaft es erlaubt, sie in Zukunft einzuführen. Es ist einfacher zukünftige Opfer zu akzeptieren, als sich ihnen sofort auszusetzen. Zudem hat die Gesellschaft, die naive Tendenz negative Veränderungen mit einem „alles wird gut“ zu umschreiben. Diese Strategie erlaubt es den Bürgern mehr Zeit sich der Änderung bewusst zu werden und die Akzeptanz in eine Art der Resignation umzuwandeln.

5 – Sprich zur Masse, wie zu kleinen Kindern
Die Mehrheit der Inhalte gerichtet an die öffentliche Meinung missbraucht die Art der Verkündung, durch Argumente oder sogar durch einen gönnerhaften Ton, den man normalerweise in einer Unterhaltung mit Kindern oder geistig behinderten Menschen verwendet. Je mehr man seinem Gesprächspartner das Bild vor Augen vernebeln will, umso lieber greift man auf diese Technik zurück. Warum? Wenn du zu einer Person sprichst, als ob sie 12 Jahre alt wäre, dann, aus dem Grund der Suggestion, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit jene Person kritiklos reagieren oder antworten, als ob sie tatsächlich 12 Jahre alt wäre.

6 – Konzentriere dich auf Emotionen und nicht auf Reflexion
Der Missbrauch des emotionalen Aspektes ist die klassische Technik, das Ziel habend, eine rationale Analyse und den gesunden Menschenverstand eines Individuums zu umgehen. Darüber hinaus öffnet eine emotionale Rede Tür und Tor, Ideolgie, Bedürfnisse, Ängste und Unruhen, Impulse und bestimmte Verhaltensweisen im Unterbewusstsein zu initiieren.

7 – Versuche die Ignoranz der Gesellschaft aufrechtzuerhalten
Die Masse soll nicht fähig sein die Methoden und Kontrolltechniken zu erkennen. Bildung, die der gesellschaftlichen Unterschicht angeboten wird, soll so einfach wie möglich sein, damit das akademische Wissen für diese nicht begreifbar ist.

8 – Entfache in der Bevölkerung den Gedanken, dass sie durchschnittlich sei 
Schaff es, dass die Bürger zu glauben beginnen, dass es cool und norml sei dumm, vulgär und ungebildet zu sein.

9 – Wandle Widerstand in das Gefühl schlechten Gewissens um
Erlaube es, dass die Gesellschaft denkt, dass sie aufgrund zu wenig Intelligenz, Kompetenz oder Bemühungen die einzig Schuldigen ihres Nicht-Erfolges sind. Das „System“ wirkt also einer Rebellion der Bevölkerung entgegen indem dem Bürger suggeriert wird, dass er an allem Übel schuld sei und herabwürdigt damit dessen Selbstwertgefühl. Dies führt zur Depression und Blockade weiteren Handelns. Ohne Handeln gibt es nämlich keine Revolution!

10 – Lerne Menschen besser kennen, als sie sich selbst es tun
In den letzten 50 Jahren entstand durch den wissenschaftlichen Fortschritt eine Schlucht zwischen dem Wissen, welches der breiten Masse zur Verfügung steht und jenem, das für die schmale Elite reserviert ist. Dank der Biologie, Neurobiologie und der angewandten Psychologie erreichte das „System“ das Wissen zur Existenz des Menschen im physischen als auch psychischen Bereich. Gegenwärtig kennt das „System“ den Menschen, den einzelnen Bürger besser, besser als dieser selbst und verfügt somit über eine größere Kontrolle des einzelnen.

Fazit
Sind euch während des Lesens des Textes nicht auch aktuelle oder vergangene Ereignisse eingefallen, die 1:1 auf diese Strategien zurückzuführen sind? Ohne langer Recherche würden mir Dutzende Beispiele einfallen, um diese Vorgehensweisen zu untermauern. Setzt euch doch mal hin und durchforstet die offizielle Parlamentswebseite nach diversen Entscheidungen und Anträgen, parallel dazu googelt worüber vor und während dieser Vorgänge in den Medien berichtet wurde und worüber Politiker tatsächlich gesprochen haben. Nebenbei schaltet ihr ATV oder Sat1 ein und lässt euch vom "Bildungsfernsehen" berieseln.

Jetzt stellt sich die Frage wie wir diese Strategien unterwandern können, damit wir die nicht mehr denkende Masse zum Umdenken bewegen. Ist es möglich, dass in ein paar Jahren Herr oder Frau Österreicher nicht mehr zum Tagesblatt "Heute" greift oder in Deutschland, die Bildzeitung einpacken kann?

Donnerstag, 11. April 2013

Warum bekommen wir im Gesicht keine Gänsehaut?



Zusammengefasst kann man sagen: Weil unser Gesicht ohnehin relativ kälteunempfindlich ist.
Gänsehaut entsteht, weil sich um jede unserer Haarwurzeln herum ein kleiner Muskel befindet, der sogenannte Haarbalgmuskel. Wenn der sich zusammenzieht, erhebt sich der Haarfollikel, also die Einstülpung, in die das Haar eingebettet ist. Die Folge: das Haar steht ab.

Die wichtigste Ursache für Gänsehaut ist Kälte. Bei Kälte sorgt die Gänsehaut zum einen dafür, dass diese Muskeln aktiviert werden, und Muskelaktivität erzeugt immer ein bisschen Wärme. Außerdem sorgt die Gänsehaut dafür, dass die Haare abstehen. Dadurch wurde ursprünglich das Haar oder Fell etwas fülliger. Beim Menschen ist das leider nicht mehr der Fall – da passiert eher das Gegenteil: Wenn unsere wenigen Körperhaare abstehen, hat der kalte Wind im Zweifel noch leichteres Spiel – aber das ist nun mal ein Erbe der Evolution. Ein zweiter Auslöser für Gänsehaut ist Angst. Hier sagt die gängige Theorie: Die Gänsehaut war für unsere Vorfahren dann nützlich, wenn man einem feindlichen Tier oder auch Artgenossen gegenübersteht. Denn wenn sich die Haare aufstellen, wirkt man ein bisschen größer und bedrohlicher. Und wenn das dazu führt, dass das feindliche Gegenüber einen nicht angreift, kann das ein Überlebensvorteil sein.

Aber das war eine sekundäre Funktion, die ursprüngliche Funktion der Gänsehaut war wirklich die Reaktion auf Kälte. Vor dem Hintergrund wird vielleicht klarer, warum wir im Gesicht normalerweise keine Gänsehaut kriegen: Das Gesicht ist eh schon abgehärtet. Weil weite Teile des Gesichts kaum behaart sind – und das ist ja bei Affen auch schon so – ist das Gesicht ohnehin längst nicht so kälteempfindlich wie der Rest des Körpers. Deswegen ist es die letzte Stelle des Körpers, die wir im Winter verhüllen würden – nach den Händen. Und deshalb hat die Evolution es sozusagen gar nicht für nötig befunden, uns im Gesicht und auf den Händen mit der Option der Gänsehaut zu versorgen. Das heißt, die Haarbalgmuskeln im Gesicht sind zurückgebildet. Sie sind nicht ganz weg, deshalb bekommen manche Menschen noch eine abgeschwächte Form von Gänsehaut im Gesicht, aber längst nicht so ausgeprägt wie an Armen oder Beinen.

Dienstag, 9. April 2013

Berlin, mon amour

La France in Friedrichshain. Carole Gautron in ihrem Café „Louise Chérie“. Die Möbel sind sämtlich aus Frankreich.

Fast 15000 Franzosen wohnen in Berlin. Ihre Kultur und ihre Traditionen haben sie mitgebracht. Aus einem Artikel von Susanne Lenz.

1 AN IHREN ersten Besuch in Berlin kann sich Carole Gautron gut erinnern. Vom Flughafen Schönefeld fuhren sie und ihr Freund mit der S-Bahn in die Stadt. Ein paar Stationen vor dem Alexanderplatz seien sie durch eine Gegend ohne Häuser gekommen. „Ein Niemandsland“, sagt sie. „Nur ein paar Bäume standen herum.“ „Wir haben einen Fehler gemacht“, rief ihr Freund. Aber sie waren richtig. Sie konnten sich nur nicht vorstellen, dass es mitten in der deutschen Hauptstadt so viel Raum gibt.

2 Carole Gautron wollte damals vor fünf Jahren nur Freunde besuchen. Einen Monat später zog sie nach Berlin. „Das war Liebe auf den ersten Blick“, sagt sie. Vor ein paar Monaten hat sie zusammen mit ihrem Bruder ein Café namens Louise Chérie in Friedrichshain aufgemacht. Hier erinnert alles an ihre Heimat. Die Holztische, das Buffet hinter der Theke, der schmiedeeiserne Pavillon - alles stammt aus dem Antiquitätengeschäft ihres Vaters. Draußen hängt eine französische Fahne, und die Zitronentarte und der Apfelkuchen sind nach Familienrezepten gebacken.

3 Carole Gautron ist eine von 14361 Franzosen, die ihren Hauptwohnsitz in Berlin haben. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. In keiner anderen deutschen Stadt sind es so viele. Rund 8000 Franzosen wohnen in München, in Hamburg sind es 4000. Dass es in Berlin Platz gibt, dass man das Fenster öffnet, und einen Baum vor sich hat, das begeistert Carole Gautron, die jetzt 43 ist, immer noch. Die Stadt sei so anders als Paris, wo sie früher gewohnt hat. In ihre Wohnung dort fiel kein Licht, draußen gab es kein Grün. Berlin sei so lebendig, sagt sie. „ Meine Freunde kommen hierher, um Party zu machen. In Paris geht das nicht. Es ist superlangweilig dort.“ Und alles koste viel mehr.

4 „Berlin ist eine Traumstadt, Berlin ist cool. Alle wollen hierher“, sagt auch Linde Berger. Sie ist 23, studiert in Frankfurt/Oder, aber wohnt in Berlin. Linde Berger ist am Stadtrand von Paris groß geworden, ihre Mutter ist aus Deutschland. Bei einem Praktikum in Berlin hätte sie sich in die Stadt verliebt und dann alles daran gesetzt, wieder her zu kommen. Sie hat ein Café als Treffpunkt vorgeschlagen. Das „Ungeheuer“ liegt in Neukölln nicht weit von ihrer Wohnung. Die teilt sie mit zwei Deutschen.

5 „Solche Cafés gibt es in Paris nicht“, sagt sie. „Dort hat man nur Bistros, in denen jeder Tisch gleich aussieht, und wo auch keine Sofas stehen so wie hier.“ Das Mobiliar des „Ungeheuer“ besteht aus der Trödelmischung, die für Nord-Neukölln typisch ist. „Das ist so gemütlich“, sagt Linde Berger. Sie fühle sich in Berlin auch sicherer als in Paris. „Hier kann ich nachts mit Shorts in der U-Bahn sitzen, in Paris würde ich angemacht.“

6 „Das stimmt“, sagt Amelie Loisier, eine französische Fotografin, die nach Berlin kam, weil sie hier eine Offenheit für ihre Ideen vorfand, die sie in Frankreich nie erlebt hätte. Deutsche Männer würden einen selten anmachen. „Aber das Flirten existiert hier auch überhaupt nicht.“ Sie denkt an das Spiel zwischen einem Mann und einer Frau, das kein Ziel und keinen Zweck hat, aber Freude macht. Das vermisst sie ein bisschen.

7 Wenn Carole Gautron das Lebensgefühl in Berlin beschreibt, fällt immer wieder das Wort Freiheit. „Frei' eit“, wie es aus ihrem Mund klingt. „So viel Freiheit gibt es nirgendwo.“ In ihrem Haus in Friedrichshain etwa lebten ältere Menschen, Familien, verrückte Musiker und Leute in Wohngemeinschaften zusammen. „Und alle respektieren einander“, sagt sie. „Das gibt es in Paris nicht.“ Dort würde sie ungeschminkt nie auch nur zum Bäcker gehen. „Aber hier kann ich machen, was ich will.“ Niemand würde sie berurteilen. (...)

8 Deutsch hat Carole Gautron in der Schule gelernt, als Teenagerin war sie bei einem Austausch in Bremen. Dort fand sie eine Freundin, doch als sie diese in ihr Sommerhaus einladen wollte, sagte die Großmutter nein. Sie wollte keine Deutsche bei sich empfangen, nachdem ihr Mann im Zweiten Weltkrieg in deutsche Gefangenschaft geraten und bei seiner Heimkehr so abgemagert war, dass seine Frau ihn nicht erkannte.

9 Für Carole Gautron hat die Geschichte in ihrem Verhältniss zu den Deutschen keine Bedeutung. Sie springt auf, als ein junger Mann mit Malerhosen das Café betritt. Es gibt keine Küsschen auf jede Wange, sondern eine herzliche Umarmung. „Das ist ein sehr guter Freund“, sagt sie später. Überhaupt habe sie viele gute deutsche Freunde, Freunde fürs Leben.

Berliner Zeitung 
22.1.2013
Quelle


Glossar


1-2

das Niemandsland - Gebiet, in dem niemand wohnt
Friedrichshain - Stadtteil von Berlin
das Buffet, s - hier: Schrank für Geschirr
die Theke, n - hoher Tisch in einem Lokal, an dem die Kunden bedient werdern
schmiedeeisern -  aus Eisen hergestellt
der Pavillon, s - kleines u. rundes Gartenhaus
das Antiquitätengeschäft, e - Laden, in dem alte, seltene u. damit wertvolle Gegenstände verkauft werden
die Fahne, n - Stoff mit den Farben eines Landes
die Zitronentarte, s - Zitronenkuchen
das Familienrezept, e - Beschreibung, wie man ein bestimmtes Essen kocht, die in einer Familie immer weitergegeben wird.

3-4

der Hauptwohnsitz, e - Wohnort, an dem man sich die meiste Zeit aufhält
stetig - gleichmäßig; ununterbrochen
lebendig - hier: interessant; so, dass viel los ist
die Traumstadt, ¨e - Stadt, die jmdm. sehr gefällt
gro
ß werden - aufwachsen; Kindheit u. Jugend verbringen
das Praktikum, ka - Zeit, die man in einer Firma verbringt, um praktische Berufserfahrungen zu sammeln
alles daran setzen - alles dafür tun, um etw. zu erreichen
Neukölln - Stadtteil von Berlin

5-6

das Mobiliar - Möbel
die Trödelmischung - Sammlung verschiedener alter u. gebrauchter Gegenstände
gemütlich - mit einer angenehmen Atmosphäre
anmachen -  (meist) eiene Frau in aufdringlicher Weise ansprechen, weil man sie sexuell interesant findet
vorfinden - antreffen; an einem Ort finden
flirten - durch Blicke od. Worte (sexuelles) Interesse an jmdm. zeigen
vermissen - traurig sein, dass etw. nicht da ist.

7-9

respektieren - jmdn. so annehmen u. gut finden, wie er ist
ungeschminkt - ohne  kosmetische Mittel wie Make-up, Lippenstift od. Kajal im Gesicht
beurteilen - ein Urteil/eine Meinung über jmdn./etw. haben/sagen
der Austausch - wenn sich Schüler aus verschiedenen Ländern gegenseitig besuchen
empfangen - jmdn. als Gast begrü
ßen
geraten - ungewollt in eine unangenehme Situation kommen
die Heimkehr - Zurückkommen nach Hause
abgemagert - sehr dünn, weil man nicht gut gegessen hat
das Verhältnis, se - persönliche Beziehung
die Wange, n - Backe; eine Seite des Gesichts.

Der Glückskäfer


Sie sind rot, mit vielen Punkten und manchmal riesig groß: die Glückskäfer. Aber keine Angst, sie sind ganz harmlos – zumindest wenn man keine Blattlaus ist.


Keiner kann sich ihrem Charme entziehen. Lautlos schwirren sie durch die Luft, setzen sich auf den Kopf, die Hand, auf eine Fensterscheibe oder ein Blatt. Klein, rot und mit schwarzen Punkten auf ihren oberen Flügeln. So kennt sie jeder: die Marienkäfer. Den Namen bekamen sie, weil sie als Geschenk Marias, der Mutter Jesu, besonders für Bauern angesehen wurden. Denn in der Landwirtschaft sind sie ein wahrer Glücksbringer. Sie sind sehr nützlich, weil sie Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse auffressen. Besonders zu Neujahr oder besonderen Gelegenheiten werden Glückskäfer verschenkt: in Kartenform, als riesiges Kuscheltier oder als Holzmarienkäfer auf einem Glücksklee. Der echte Glückskäfer hat sieben Punkte und ist rot. Rot steht für die Liebe, die Zahl sieben gilt als Glückszahl. Aber Vorsicht: Wer einem echten Marienkäfer etwas antut oder ihn sogar tötet, der wird kein Glück mehr haben. Das sagt zumindest der Aberglaube.


Der Glückskäfer - die Folge als MP3

Quelle

Glossar

riesig - gigante. Auch: riesengroß

harmlos - inofensivo

die Blattlaus - pulgón

entziehen - eximirse, evadirse
"Keiner kann sich ihrem Charme entziehen" - Nadie puede eximirse de sus encantos"

die Fensterscheibe - vidrio, cristal, lamina de cristal de la ventana

die Landwirtschaft - agricultura

der Schädling - parásito

das Kuscheltier - peluche

der Glücksklee - trébol de la suerte (lucky charm)

der Aberglaube - la superstición