Wir sind eine Konversationsgruppe aus Collado Villalba und Umgebung, die sich jeden Freitagmorgen trifft, um Deutsch zu üben.
Hier finden Sie Informationen über die Themen, die wir jede Woche besprechen werden, sowie eine Übersicht des Interessantesten rund um die deutsche Sprache.

Somos un grupo de conversación de Collado Villalba y alrededores, que queda cada viernes por la mañana para practicar alemán.
Aquí encontrarás los temas que tratamos cada semana y una interesante recopilación de todo aquello que atañe al idioma alemán.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Wohin ihr heute noch geht? (A1-A2)


zu einer Party: die Party
in die Stadt: die Stadt
an den Rhein: der Rhein
in den Garten: der Garten
auf den Markt: der Markt
ins Schwimmbad: das Schwimmbad
zum Sport: der Sport
in die Sprachschule: die Sprachschule
zum Supermarkt: der Supermarkt
zur Uni: die Uni
zur Bank: die Bank
nach Hause: das Haus
ins Restaurant: das Restaurant
ins Bett: das Bett
zur Arbeit: die Arbeit
zum Unterricht: der Unterricht
an die Strandpomenade: die Strandpomenade
ins Kino: das Kino
in die Schule: die Schule
zum Arbeitsamt: das Arbeitsamt
auf den Spielplatz: der Spielplatz
zur Bibliothek: die Bibliothek
zur Post: die Post
ans Meer: das Meer
auf ein Konzert: das Konzert
in die Kirche: die Kirche
zu meiner Oma: die Oma
ins Büro: das Büro
zum Steuerberater: der Steuerberater
zum Bahnhof: der Bahnhof

Donnerstag, 13. Juni 2013

Freitag, 7. Juni 2013

Macht Mehrsprachigkeit schlau?


Ein neues Bild vom Gehirn
Die Bilder von den Schaltplänen des Gehirns sind im Rahmen des „Human Connectome Project“ entstanden. Ziel dieses ähnlich ehrgeizigen Projekts wie seinerzeit das Genom-Projekt zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts ist es, sämtliche Nervenzellen und ihre Verknüpfungen in einer dreidimensionalen Landkarte des Gehirns darzustellen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen: Vergleichbar mit den Schuss- und Kettfäden eines gewebten Stoffs besteht der neuronale Schaltplan aus einem relativ schlichten und geradlinigen geometrischen Gitter.


Was macht unser Gehirn, wenn wir Sprachen lernen?


Seit über 50 Jahren vermittelt das Goethe-Institut die deutsche Kultur und Sprache im Ausland. An 150 Instituten in über 90 Ländern lernen heute Menschen aus aller Welt die deutsche Sprache. Für manche ist dies eine große Herausforderung. Anderen hingegen, die es schon seit ihrer Kindheit gewöhnt sind, im Alltag mit verschiedenen Sprachen zu jonglieren, fällt es leichter, sich auf die Aussprache und Grammatik der deutschen Sprache einzulassen. Warum das so ist? Das können Wissenschaftler aufgrund neuerer Methoden der Hirnforschung immer besser erklären.


Areale der Sprache

Was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir eine Sprache lernen? Wo werden Aussprache, Wortschatz und Grammatik in unseren Köpfen abgespeichert? Und wie können die Lehrer unserem Verstand auf die Sprünge helfen? Für solche und ähnliche Fragen interessieren sich Wissenschaftler schon lange: Neurologen untersuchten bereits im 19. Jahrhundert Patienten, bei denen zum Beispiel nach einem Schlaganfall einzelne Hirnbereiche geschädigt waren und die bestimmte sprachliche Fähigkeiten verloren hatten. Dabei fanden sie heraus, dass zwei Areale in der linken Gehirnhälfte auf Sprache spezialisiert sind. Auch heute noch geht man davon aus, dass das sogenannte Broca-Areal für das Sprechen, also die Sprachproduktion, zuständig ist, während das Wernicke-Areal auf das Verstehen, also das Sprachverständnis, spezialisiert ist. Doch dank neuerer technischer Möglichkeiten gibt es seit einigen Jahrzehnten immer mehr Hinweise darauf, dass das nur ein winziger Teil der Wahrheit ist.




Elektrische Hirnströme



Wissenschaftler können heute nämlich buchstäblich dabei zusehen, wie die Gehirne von Menschen arbeiten: entweder anhand der Kernspin(resonanz)tomografie (Magnetresonanztomografie), bei der die Probanden ruhig in einer Art Röhre mit Scanner liegen oder auch Sprachaufgaben bewältigen müssen, während die Forscher auf einem Bildschirm beobachten können, welche Hirnareale aktiviert sind. Oder anhand der Elektroenzephalografie (kurz EEG), bei der den Probanden mit einem Gel kleine Elektrometallplatten in der Nähe der Kopfhaut an den Haaren angebracht werden und mit der die Forscher relativ exakt messen können, wann eine Aktivität von einer Hirnzelle ausgegangen ist. Beide Verfahren zeichnen die elektrischen Impulse auf, die unser Hirn produziert. „Ob wir sprechen, denken oder den Arm heben – jede Aktivität kommt dadurch zustande, dass unsere Hirnzellen elektrische Ströme hin- und herschicken“, erklärt Professor Harald Clahsen, Psycholinguist und Leiter des Potsdam Research Institute for Multilingualism. „Diese Aktivitäten führen zu Wellen, die wir messen und grafisch darstellen können.“ Aus Experimenten kennen Wissenschaftler inzwischen einige typische Muster der so gemessenen Hirnaktivitäten, die offenbar mit der Sprachverarbeitung zu tun haben. Dadurch können sie Rückschlüsse darauf ziehen, wie bestimmtes Wissen im Hirn verankert ist. So konnte man bereits durch verschiedene Studien zeigen, dass Sprache offenbar nicht nur in einzelnen hoch spezialisierten Arealen, sondern auch in den zahlreichen sehr wichtigen Verbindungen zwischen den Arealen und damit also im gesamten Hirn verarbeitet wird.

Sprache lernen oder Wissen akkumulieren

„Lange Zeit haben Wissenschaftler geglaubt, dass mehrsprachige Gehirne grundlegend anders funktionieren als einsprachige“, erklärt der Wiener Professor für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache Klaus-Börge Boeckmann. „Eine Überlegung war, dass die rechte Gehirnhälfte bei mehrsprachigen Menschen mehr zu tun hat, weil die linke Gehirnhälfte ja gewissermaßen schon mit der ersten Sprache beschäftigt ist. Eine andere Überlegung war, dass mehrsprachige Menschen ihre Sprachen im Gehirn anders organisieren, indem sie die verschiedenen Sprachen zum Beispiel in getrennten Speichern ablegen.“ Beide Theorien gelten laut Boeckmann heute als überholt.

Wie eine zweite oder dritte Sprache im Gehirn nun aber tatsächlich abgespeichert wird, hängt offenbar vor allem davon ab, ob wir diese Sprache implizit oder explizit lernen. Arbeiten wir selbstständig daran, die Bedeutung von Sätzen einer neuen Fremdsprache zu entschlüsseln, wie wir es vielleicht aus Gruppenarbeiten im Englischunterricht kennen? Oder erklärt uns ein Lehrer die grammatischen Regeln einer Sprache, wie es häufig im Lateinunterricht üblich ist? Das macht für unser Gehirn einen großen Unterschied, wie man in Experimenten belegen konnte: So brachte man etwa Probanden eine Kunstsprache bei, wobei eine Gruppe mit impliziten und eine Gruppe nach expliziten Methoden unterrichtet wurde. Im Anschluss testete man zum einen, welche Gruppe die Sprache besser beherrschte, und zum anderen, welche Hirnaktivitäten bei den Probanden beim Gebrauch der neuen Sprache zu verzeichnen waren. Das Ergebnis: Es gab keinen Unterschied in der Qualität der Antworten. Keine Art des Lernens war besser. Aber: Die beiden Gruppen wiesen im Elektroenzephalogramm völlig unterschiedliche Muster hinsichtlich ihrer Hirnaktivitäten auf. „Die Probanden, die die Sprache implizit gelernt hatten, zeigten Muster in ihren Hirnaktivitäten, die wir als typisch für den Gebrauch von Sprache kennen. Sie haben also beim Lernen tatsächlich ihr Sprachverarbeitungssystem aktiviert und die neue Sprache in ihrem Sprachwissen verankert. Deshalb könnten sie die Sprache auch als Sprache verwenden“, erklärt Professor Clahsen. „Die anderen Probanden, die die Sprache explizit gelernt hatten, zeigten dagegen Muster in ihren Hirnaktivitäten, die typisch für den Gebrauch von Fakten- oder Allgemeinwissen sind und die sie auch zeigen würden, wenn sie bewusst Autofahren oder Schachspielen gelernt haben. Sie haben also durch die explizite Lernmethode ein neues Regelsystem gelernt, das nicht viel mit Sprache zu tun hat. Sie beherrschen diese Regeln, wie sie etwa Fakten aus dem Geografie-, Geschichts- oder Mathematikunterricht beherrschen.“ Clahsens Fazit: Impliziter Sprachunterricht führt dazu, dass Menschen eine Sprache lernen. Expliziter Sprachunterricht bewirkt, dass Menschen Wissen akkumulieren.

Mehrsprachige Kinder

Viele Kinder wachsen schon in den ersten Lebensjahren mit zwei oder mehr Sprachen auf, etwa weil ihre Eltern unterschiedliche Sprachen mit ihnen sprechen oder weil in der Familie eine andere Sprache gesprochen wird als in Kita oder Schule. Diese Kinder lernen die zweite oder dritte Sprache fast nebenbei, also genauso implizit, wie wir alle unsere Muttersprache erlernen. Ältere Kinder und Erwachsene sind aber immer auch zu einem gewissen Grad darauf angewiesen, bestimmte Regeln bewusst zu pauken. Deshalb zeigen Kinder, die mehrsprachig aufgewachsen sind, bei der Verwendung der zweiten oder dritten Sprache oft andere Hirnaktivitäten als Menschen, die die zweite oder dritte Sprache erst später gelernt haben: Egal, in welcher Sprache sie sprechen, es ist immer das gleiche Hirnareal aktiv. Die Gehirne von Menschen, die ihre zweite oder dritte Sprache erst später gelernt haben, weichen dagegen bei der Verwendung von Fremdsprachen auf andere Hirnregionen aus, die eher für den allgemeinen Gedächtnisprozess zuständig sind. Das bedeutet, dass späte Sprachlerner mehr Bereiche im Gehirn aktivieren müssen, um ihre zweite oder dritte Sprache zu verwenden. Die Leiterin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, Professorin Angela Friederici, formuliert das folgendermaßen: „Je älter wir sind, desto mehr Aufwand benötigen wir zum Erlernen einer neuen Sprache. Späte Sprachlerner brauchen mehr Ressourcen, um das Gleiche zu leisten.“ Wer bereits zwei Sprachen beherrscht, tut sich dann auch beim Erlernen der dritten leichter.

Frühe Entwicklung von Hirnstrukturen

Und das ist nicht alles: Wer von klein auf mit mehr als einer Sprache aufgewachsen ist und seine Mehrsprachigkeit im Alltag immer wieder aufs Neue trainiert, kann offenbar nicht nur die Sprachen, sondern auch andere Informationen auf einem sehr hohen Niveau verarbeiten. In Experimenten schneiden mehrsprachige Menschen besonders gut ab, wenn sie Störgeräusche in ihrer Umgebung ausblenden oder einander konkurrierende Aufgaben bewältigen sollen: So hat man Menschen beispielsweise Bilder gezeigt, auf denen etwa das Wort „gelb“ in roter Farbe und das Wort „grün“ in blauer Farbe geschrieben war. Die Probanden sollten dann schnell sagen, in welcher Farbe das Wort geschrieben ist. Dabei stellte sich heraus, dass Einsprachige eher das Wort lesen, anstatt die Farbe anzugeben, als Mehrsprachige. Ähnliche Vorteile haben Mehrsprachige, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen sollen, wenn es also um das klassische Multitasking geht: Mehrsprachige tun sich tendenziell leichter darin, beim Kochen die Kinder zu beaufsichtigen oder beim Autofahren zu telefonieren. Zudem gibt es laut Boeckmann sogar Hinweise darauf, dass Mehrsprachigkeit die sozialen Fähigkeiten verbessert.

„Mehrsprachige Menschen nutzen die Möglichkeiten besser aus, die unser menschliches Gehirn bietet“, so Boeckmann. „Sie sind trainiert darin, sich auf eine Sprache zu konzentrieren und die andere auszublenden. Diese Fähigkeit lässt sich offenbar auch auf andere Aufgaben übertragen.“ Natürlich gibt es auch Menschen, die als Kinder eine zweite Sprache gelernt und sie später wieder vergessen haben. Andere sind einsprachig aufgewachsen und haben dann im Alter eine fremde Sprache noch sehr gut gelernt. Und wieder andere können im Alltag ständig problemlos zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herwechseln – obwohl sie nur eine einzige Muttersprache gelernt haben. Doch das ist nur ein kleiner Trost für diejenigen, die die Dolmetscherkarriere nicht schon in die Wiege gelegt bekommen haben. Denn vieles weist darauf hin, dass sich die kognitiven Vorteile von frühen Mehrsprachigen nicht allein auf das alltägliche Training zurückführen lassen. Entscheidend ist offenbar auch noch im hohen Alter, ob sich die vorhandenen Strukturen im Gehirn schon frühzeitig weiterentwickeln konnten.

Janna Degener

studierte Linguistik, Literaturwissenschaft, Ethnologie und Deutsch als Fremdsprache an der Freien Universität Berlin. Sie arbeitet als freie Journalistin und Dozentin in Köln.



Copyright: Goethe-Institut e. V., Humboldt Redaktion

Dezember 2012
http://www.goethe.de/wis/bib/prj/hmb/the/158/de10440085.htm

Mittwoch, 5. Juni 2013

Das Problem mit dem kurzen Gedächtnis

"Das Gedächtnis ist ein Instrument der Freiheit und deshalb lohnt es sich, immer was zu wissen. Habe Mut und benutze deine Vernunft und nicht nur das Internet."



Harald Lesch ist überzeugt: Unser Gedächtnis macht uns frei, die Freiheit und stete Verfügbarkeit der Information, die das Internet suggeriert, kann das in uns gespeicherte Wissen nicht ersetzen.

Dienstag, 4. Juni 2013

Fotoaktion im Juni. Deutsche Welle

Hallo!

Ich habe heute dieses hier auf der Deutsche Welle Facebook Pinnwand gesehen.

Es geht um einen Wettbewerb, um ein "Presse und Sprache" Zeitungsabo zu gewinnen!

Dieser Monat sammeln sie schönsten Fotos zum Thema "Mein Haustier". Die Teilnahme ist ganz einfach: Postet euer Foto an ihre Pinnwand und sie teilen es. Die Nutzer stimmen dann ab, welches das schönste Haustier-Bild ist.

Es wäre cool, solches Abo zu gewinnen. Ich habe aber leider zurzeit kein Haustier, obwohl ich seit Jahren eine Katze haben will!

Hier ist der Link, um teilzunehmen:

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Die Facebook-Fotoaktion geht in die nächste Runde. Unser Thema im Juni ist: Mein Haustier. Was ihr tun müsst, um ein Abo der Zeitung "Presse und Sprache" zu gewinnen, verraten wir euch hier.

Diesen Monat sind alle Tierliebhaber gefragt! Wir hätten von euch gerne ein Foto eures Haustiers. Egal, ob Hund, Katze, Vogel, Spinne oder Leguan, jeder Tierbesitzer kann teilnehmen. Besonders gespannt sind wir natürlich auf außergewöhnliche Haustiere. Verseht eure Fotos bitte mit einem kurzen Text, in dem ihr uns den Namen eures Gefährten und die Tierart bzw. Rasse mitteilt. Bis zum 28. Juni 2013 habt ihr Zeit, ein Foto zu posten und mit ein bisschen Glück zu gewinnen.

Vergesst nicht: Ihr müsst uns eure Fotos nicht mehr mailen, sondern könnt sie mit einem kleinen Erklärungstext direkt auf unserer Facebook-Pinnwand posten und wir teilen sie dann, damit alle Fans sie sehen können. So können alle Nutzer darüber abstimmen, welches Foto ihnen am besten gefällt.

Der letzte Tag, an dem wir Fotos teilen, ist der 28. Juni 2013. Das Foto, das die meisten Likes auf Facebook bekommt, gewinnt. Je früher ihr euer Foto postet, desto länger ist es natürlich online und kann Likes bekommen!

Ein Bild von der Titelseite der Zeitung Presse und Sprache mit Erläuterungen zum Format – vor grünem Hintergrund
In diesem Jahr gibt es einen neuen Preis: Wir verlosen jeden Monat ein 12-monatiges Geschenkabonnement der Zeitschrift „Presse und Sprache“. Die Zeitung versorgt euch mit vielen spannenden Artikeln und einer Menge Übungen, die extra für Deutschlerner erarbeitet worden sind.

Wir freuen uns auf viele schöne Fotos und drücken allen Teilnehmenden die Daumen!


Bitte beachtet die Teilnahmebedingungen:
1. Teilnahmeberechtigt ist jede/r, ausgenommen die Mitarbeiter/innen der Deutschen Welle. Die Teilnahme von Minderjährigen ist nur mit Zustimmung der/des Erziehungsberechtigten erlaubt.
2. Teilnehmen können nur Fotos mit einem kurzen erklärenden Text.
3. Jede/r Teilnehmer/in kann nur mit einem einzigen Foto am Gewinnspiel teilnehmen.
4. Die Teilnehmer/innen haben keinen Anspruch darauf, dass ihre Fotos von uns geteilt werden.
5. Einsendeschluss für die Fotos ist der 28. Juni 2013. Der 28. Juni 2013 ist auch der letzte Tag, an dem abgestimmt werden kann.
6. Die Teilnehmer/innen versichern, dass sie das Bild selbst gemacht haben. Die Deutsche Welle behält sich das Recht vor, unpassende Fotos und Fotos, die nicht selbst gemacht wurden, nicht zu teilen.
7. Die Gewinner/innen erklären sich durch die Absendung ihrer Teilnahmedaten mit der Veröffentlichung ihres Namens und ihres Herkunftsortes einverstanden.
8. Die Gewinner/innen haben keinen Anspruch auf Änderung oder Ergänzung des jeweiligen Gewinnes oder auf ersatzweise Barauszahlung eines Sachpreises.
9. Die Deutsche Welle behält sich das Recht vor, die Teilnahmebedingungen und die Spielregeln zu ändern oder zu korrigieren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

http://www.sprachzeitungen.de/deutsch-jahresabo.html
http://www.facebook.com/dw.learngerman

Sonntag, 2. Juni 2013

Der Froschkönig mit Ernie und Bert - Sesamstraße

Dies ist die Geschichte von der bezaubernden Prinzessin (Bert), die ihren goldenen Ball im Brunnen verliert und die noch nie in ihrem Leben "Bitte" gesagt hat. 


http://www.sesamstrasse.de/home/index.html
http://www.ardmediathek.de/
http://mediathek.daserste.de

Social Games In einer anderen Welt

In Kreuzberg baut ein Start-up am virtuellen Universum Smeet. 15 Millionen Menschen haben sich schon angemeldet. Bald sollen auch Brasilianer, Inder und Russen mitspielen.



Bei der Arbeit. Sebastian Funke sitzt mit seinem Team im
ehemaligen Kreuzberger Umspannwerk.
Berlin - Eigentlich hat Sebastian Funke dunkelblonde Locken, grüne Augen und kleidet sich eher konventionell: Jeans, rosa Hemd, grauer Pullover. Aber wenn er sich bei Smeet einloggt, ist er Rapper, trägt Schlabberklamotten, eine riesige Sonnenbrille und Afromähne. „Das ist aber nicht typisch“, erklärt der 31-Jährige. „Die meisten Leute versuchen eher, sich wie im richtigen Leben darzustellen.“ Mittlerweile sind es mehr als 15 Millionen Menschen, die sich mit ihren digitalen Stellvertretern, den Avataren, bei Smeet tummeln. In Deutschland sind es 2,5 Millionen. Gerade hat Smeet seine Welt auch für Argentinier, Chilenen und Mexikaner geöffnet.

Smeet ist ein soziales Netzwerk, aufgebaut auf einer virtuellen Welt, in der man sich ein digitales Zuhause schaffen, spielen, sich unterhalten, gemeinsam Musik hören und Filme sehen – und eine ganze Menge Geld ausgeben kann. Ähnlich wie das vor Jahren so erfolgreiche Second Life, aber doch anders: „Es geht darum, spielend Leute zu treffen“, sagt Smeet-Geschäftsführer Funke. „Zu Facebook gehen die Menschen, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Zu uns kommen sie, um neue Leute kennenzulernen.“

Gemeinsam mit sechs Partnern gründete er das Unternehmen im Jahr 2006. Die erste Finanzierung kam von Hasso Plattner Ventures, der Risikokapitalgesellschaft des SAP-Gründers Plattner. Später kam der Investor Partech aus Paris dazu. „Über die Jahre haben wir 8,6 Millionen Euro zur Finanzierung erhalten“, berichtet Funke. Zum Umsatz sagt er nichts, zur Gewinnsituation nur so viel: Seit etwa sechs Monaten schreibe das Unternehmen schwarze Zahlen.

Mit der Programmierung der virtuellen Welt begann das Team 2006 bei null. „Ende 2008 haben wir noch einmal alles neu gemacht“, sagt Funke – und auch das Geschäftsmodell verändert. Der ursprüngliche Plan, in der virtuellen Welt am Verkauf von Telefonminuten zu verdienen, hat nicht funktioniert, sagt Funke. „Denn die Leute telefonieren aus zwei Gründen: Entweder sie sprechen mit Freunden und Familie, oder sie haben einen konkreten Anlass. Aber mit Fremden telefoniert man nicht einfach so.“

Heute sind die Einnahmequellen weit vielseitiger. „Es ist fast wie im richtigen Leben“, schmunzelt Funke. „Die Frauen geben Geld aus, um ihr Haus einzurichten oder ihren Avatar auszustatten. Die Männer spielen und geben Geld aus, um ihre Ziele zu erreichen. Und sie laden gern Frauen ein und kaufen Geschenke.“ Wohlgemerkt handelt es sich dabei um virtuelle Möbel, Jeans oder Blumen, für die die Nutzer aber echtes Geld ausgeben. So reicht zum Beispiel die Preisspanne für eine Jeans von zehn Cent bis drei Euro. Im Spiel wird mit Coins bezahlt, die man an unzähligen Geldautomaten, die in den virtuellen Räumen verteilt sind, mit echten Euro besorgen kann. Dafür steht eine große Auswahl an Bezahlmethoden zur Verfügung.

Etwa 40 Minuten pro Einwahl verbringt ein Mitglied durchschnittlich bei Smeet. Täglich registrieren sich 30 000 bis 40 000 neue Nutzer, berichtet Funke. Zielgruppe sind die 14- bis 49-Jährigen. Damit die sich nicht langweilen und länger bleiben, kommen dreimal in der Woche neue Inhalte hinzu – neue Kollektionen, Welten, Spiele. Es gibt Läden, Kinos, Klubs. Auch Firmen können Räume buchen: Ein spanischer Fernsehsender etwa lädt Fans ein, die spanische Version von „Bauer sucht Frau“ oder „Dschungelcamp“ gemeinsam anzusehen.

„Wir glauben stark an die soziale Komponente, die Interaktion zwischen den Nutzern“, sagt Funke. Smeet ist daher eng mit Facebook verknüpft, läuft aber auf einer eigenen Plattform. „Facebook ist eine Tür in unsere Welt.“ Der Vorteil: Im Gegensatz zu Spielen, die direkt bei Facebook gespielt werden, muss Smeet keine Umsatzanteile an Facebook abgeben. Spieler, die nur die Grundfunktionen von Smeet nutzen, brauchen kein Geld ausgeben. Funke geht aber davon aus, dass immer mehr Menschen bereit sind, für Inhalte im Internet zu bezahlen. Früher habe man ja auch 30 oder sogar 100 Euro für ein Computerspiel ausgegeben, sagt er.

Gut 100 Leute arbeiten derzeit für Smeet in Berlin, im New Yorker Büro, das auch Südamerika betreut, sind es noch einmal eine gute Handvoll. Zu den zwei Büroetagen mit 600 Quadratmetern Fläche im ehemaligen Kreuzberger Umspannwerk sollen bald noch einmal 600 Quadratmeter hinzukommen. „Ende des Jahres“, plant Funke, „wollen wir 150 bis 160 Mitarbeiter haben“. Dabei werde es wegen der großen Konkurrenz immer schwieriger, gute Leute zu gewinnen. „Das ist inzwischen ganz schön anstrengend geworden“, meint er. Derzeit kommen die Mitarbeiter aus 20 verschiedenen Ländern.

Smeet muss sich darauf gefasst machen, künftig wieder mehr Konkurrenz von einem seiner Vorgänger zu bekommen: Linden Lab, Betreiber der virtuellen Welt Second Life, hat gerade das Computerspielstudio Little TextPeople übernommen und angekündigt, neue Erlebniswelten im Netz aufbauen zu wollen. Second Life hatte seinen Höhepunkt in den Jahren 2006 und 2007. Damals gestalteten Millionen Menschen Avatare, um mit ihnen eine parallele Welt im Netz aufzubauen. Für viele Unternehmen galt es als unerlässlich, in Second Life mit einem Shop präsent zu sein. Doch nach dem anfänglichen Hype verließen viele Nutzer die technisch noch nicht ausgereifte 3-D-Welt wieder. Eine treue Fangemeinde ist dennoch geblieben. Gut eine Million Nutzer loggten sich im vergangenen Jahr regelmäßig ein, sie verbrachten pro Monat 100 Millionen Stunden auf der Plattform. Das Team von Smeet arbeitet jedenfalls intensiv daran, die Menschen in ihrer Welt zu halten. Als Nächstes wollen die Berliner nach Brasilien, Russland und Indien expandieren.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/social-games-in-einer-anderen-welt/6254326.html